
Nach dem Wohntrend "Natural Living" kommt nun "Natural Dining" - die Lust auf authentische Natürlichkeit auf der Essenstafel.
Der gedeckte Tisch von der Natur inspiriert
Ob gesünder essen, mehr Fahrradfahren oder weniger Müll produzieren: Die Art wie wir denken, handeln und leben wollen, hat sich in der letzten Zeit stark gewandelt. Das merkt man auch beim Thema Wohnen. Mit dem Interior-Trend „Natural Living“ zieht ein frischer Wind durch unser Zuhause – und er bringt jede Menge Natürlichkeit mit. Unser Zuhause wird so zum Ort, an dem wir durchatmen und Entspannung finden.
Auch im Esszimmer und auf dem gedeckten Tisch wird passend zum Natural Living-Trend natürlich dekoriert, und das nennt man dann folglich: „Natural Dining“. Welches Geschirr, welche Materialien, Formen und Farben braucht es, um Appetit auf den aktuellen Zeitgeist und das neue Lebensgefühl zu machen? Das verraten wir Ihnen im folgenden Blogpost.
Der Esstisch als Mittelpunkt des Zuhauses

Helle Farben und viel Holz sorgen für einen warmen Look.
Am Esstisch und um ihn herum spielt sich das Leben ab. Hier treffen sich Freunde und Familie, starten gemeinsam in den Tag oder lassen diesen beim Abendessen zusammen ausklingen. Und hier schaffen Sie die Grundbedingungen für einen warmen Look.
Holz, Bambus und Rattan sind als Materialien für den Tisch, die Sitzmöbel und auch Accessoires erste Wahl. Insbesondere unbehandeltes, helles Holz, wie zum Beispiel das der Akazie oder Esche, schafft eine freundliche und lichte Atmosphäre, die für den Natural Dining-Look ganz typisch ist. Auffällige Maserungen im Holz unterstreichen diese Optik.
Farblich sollte es nicht zu bunt werden. Denn dieser Wohnstil lebt vom Zusammenspiel schlichter Erd- und Sandtöne, Grau und Weiß. Einzig Grünpflanzen sorgen für frische Farbtupfer und eine Extraportion Natürlichkeit.
Für den Fall, dass es mal festlich zugehen soll, bringen Sie einfach Gold ins Spiel! Dies steht wunderschön im Kontrast zum schlichten Natur-Look; und so setzen Sie glänzende Highlights.
Erlebt ein Revival: Geschirr im Stile der 70er und 80er

Perfectly imperfect: Geschirr mit kleinen Unebenheiten, Ecken und Kanten gehört zum Natural-Dining-Look einfach dazu.
Der Esstisch bietet die Bühne. Die Dekoration fungiert als Requisite. Und der Star des Ganzen? Das ist natürlich das Geschirr! In organischen Formen, mit feinen Sprenkeln, zarten Linien, individuellen Farbnuancen, kleinen Unebenheiten, Ecken und Kanten: Passend zum Natural-Dining-Trend tischen Sie Geschirr in Vintage-Designs auf, das an die 70er und 80er erinnert und jetzt wieder in Mode ist.
Für den uniquen Handmade-Look trendiger Geschirr-Designs sorgt die sogenannte reaktive Glasur. Bei dieser traditionellen Herstellung wird die Glasur erst beim zweiten Brennvorgang auf das Produkt aufgetragen. Das Ergebnis ist nicht vorhersehbar und lässt sich nicht beeinflussen, sodass jedes Teil für sich einzigartig ist. Kleine Unebenheiten sind natürlich und explizit erwünscht. Denn „Nobody is perfect“ – und das ist das Schöne daran.
Charaktervoll dank robuster Naturmaterialien
Robustheit spielt beim Natural Living und Dining eine bedeutende Rolle. Darum kommen vornehmlich Rohstoffe wie Holz, Ton und Leinen zum Einsatz.
Eine schlichte Tischdekoration kommt auch ohne Tischwäsche aus. Es reicht, die Gedecke auf dem naturbelassenen Holztisch zu platzieren. Das hat den Vorteil, dass auf diese Weise die Natürlichkeit der Deko betont wird. Wer auf eine Tischdecke oder einen Läufer nicht verzichten will, sollte gröber gewebte Stoffe wählen. Leinen ist zwar anfälliger für Knitterfalten, trägt aber so zum authentischen Natur-Look bei. Vor allem in ungesättigten Farben, wie zum Beispiel in Beige, bietet er eine herrliche Grundlage für naturbelassene Deko.

Seegras, Leine, Baumwolle, Raffia: Diese Materialien werden heute vielfach eingesetzt. Auch für praktische wie schöne Tischsets.
Ob mit oder ohne Tischdecke: Platzsets und Untersetzer schützen sowohl Tischwäsche als auch den Tisch vor Flecken, und machen auch optisch einiges her. Es gibt sie klassischerweise aus Baumwolle und Filz. Aber aus Jute, Seegras, Rattan oder das wenig bekannte Raffia, das aus Palmblättern gewonnen wird, sind sie das i-Tüpfelchen auf Ihrer Natural Dining-Tischdeko.
Deko-Accessoires aus Holz harmonieren besonders gut zu Geschirr im handgetöpferten Stil und naturbelassener Tischwäsche. Kombinieren Sie gerne unterschiedliche Holzarten miteinander, z. B. helles Akazienholz mit dunklem Mangoholz im Antique Finish. So entstehen schöne Kontraste.
Im Interiorbereich werden gebrauchte Materialien zunehmend wiederaufbereitet. Auf diese Weise kann scheinbar wertlosen Dingen ein neues Leben eingehaucht werden. Gerade Papier, aber auch Glas lassen sich auf diese Weise gut weiterverarbeiten. Weingläser und Krüge, die aus Altglas hergestellt werden, wirken leicht grünlich schimmernd und weisen hier und da kleine Luftbläschen auf. Das hat Style!
Grundsätzlich gilt bei Natural Dining: Alles, was die Natur zu bieten hat, darf als Deko genutzt werden. En vogue sind zurzeit auch Gräser, Sträucher, Zweige und Trockenblumen. Diese verleihen dem gedeckten Tisch einen ursprünglichen Touch. Lassen Sie Ihrer Kreativität einfach freien Lauf. Denn das Schöne an dieser Deko ist, dass sie sich überall, in fast jede Umgebung hervorragend einfügt.







