Handmade: Zurück zur Handwerkskunst

Handgemachtes für ein natürliches Zuhause
Zurück zur Handwerkskunst: Handmade-Wohngegenstände bringen Charme und Natürlichkeit nach Hause.

Einzigartige Wohnaccessoires und Möbel von Meisterhand gefertigt

Drechseln, hobeln, flechten, weben, schneidern: Einige Zeit lang sah es fast so aus, als würde die gute alte Handwerkskunst in Vergessenheit geraten. Das Gegenteil ist jedoch der Fall! Vielmehr ist es so, dass heutzutage eine Rückbesinnung auf das traditionelle Handwerk stattfindet.
Gut so – findet unsere Blog-Redaktion! Denn handgefertigte Wohnaccessoires und Möbel versprühen einen ganz besonderen Charme: Sie weisen Ecken, Kanten und leichte Unperfektheiten auf, sind einzigartig, exklusiv und – der Name HandwerksKUNST lässt es bereits erahnen – sind kleine Kunstwerke, die unser Zuhause bereichern und schmücken. Zeit, die derzeit beliebtesten und schönsten Handmade-Stücke und ihre Herstellungsweise mal unter die Lupe zu nehmen. Here we go!

#1 Handgetöpfert, mundgeblasen: Unikate für den Tisch

Die Atlantis-Geschirrserie von Butlers
Das Auge isst mit: Bei der Geschirrserie ATLANTIS erinnern die individuellen und einzigartigen Farbverläufe an die Iris.

Wie heißt es so schön? Nobody's perfect. Und alles und jeder ist gleich wertvoll. Das ist eine schöne Erkenntnis, die befreiend wirkt und vieles beeinflusst. Nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Mode und das Design. Während es bei Geschirr beispielsweise lange Zeit gang und gäbe war, dass maschinell gefertigt wurde und somit jedes Keramik-, Porzellan- und Glasteil nahezu identisch und perfekt war, wird heute lieber wieder Hand angelegt.
Feine Linien und Muster werden von Hand appliziert, Geschirre manuell lasiert oder es kommt die sogenannte Effektglasur, auch reaktive Glasur genannt, zum Einsatz. Hierbei wird die Glasur erst beim zweiten Brennvorgang auf das Produkt aufgetragen. Das Ergebnis ist stets ungewiss. So entstehen jedes Mal echte Unikate, die sich immer ein bisschen in Form und Farbe unterscheiden und die mit ihrem Handmade-Look jede Tischdeko bereichern.

So wird das Japandi-Geschirr hergestellt
Jedes Geschirrteil wird mehrfach lasiert und erhält so einen einzigartigen Look.

Das alles passt prima zum aktuellen Zeitgeist, der nicht nur in der Beauty-Welt zu mehr Natürlichkeit aufruft. Auch im Interiorbereich ist mit dem „Natural Living“-Style ein Trend für mehr Natürlichkeit und Authentizität geschaffen worden, der uns (hoffentlich) noch lange erhalten bleibt.

#2 Schritt für Schritt zum exklusiven Möbelstück

Per Hand gefertigte Möbel und Lampen
Mit geflochtenen Möbeln, Lampen und Accessoires kehrt im Nu Gemütlichkeit in die eigenen vier Wände ein.

Zeige mir, wie Du wohnst und ich sage Dir, wer Du bist. Das funktioniert freilich nicht immer, aber ziemlich oft. Schließlich sind die eigenen vier Wände ein sehr privater Ort, an dem man sich selbst verwirklichen und so einrichten mag, wie man sich wohlfühlt. So verrät das Erbstück vielleicht ein wenig über die eigene Familiengeschichte, das Souvenir erinnert an den letzten Urlaub und erzählt von all Ihren Abenteuern.
Der Wunsch nach Individualität darf sich zuhause gerne auch in der Einzigartigkeit des Interieurs widerspiegeln. Doch ein maßgeschneidertes Unikat ist leider auch eine Frage des Geldes. Gut, wenn es Alternativen gibt, die Handgefertigtes erschwinglich machen. Wie zum Beispiel Möbel, bei denen lediglich ein paar Teile in Handarbeit hergestellt werden. Besonders häufig geschieht dies bei Möbelstücken aus Naturmaterialien wie zum Beispiel einem Holzstuhl, bei dem die Sitzfläche traditionell per Hand geflochten wird oder einem Schrank, dessen Verkleidung ebenfalls ein echtes Flechtkunstwerk ist.
Möbel wie diese versprühen Charme und haben Charakter. Und dies wirkt sich positiv auf das Wohnambiente aus und unterstreicht den jeweiligen Einrichtungsstil.

#3 Da legst di‘ nieder: Schöne Teppiche

Handgewebte Teppiche von Butlers
Schuhe aus! Hier kommen unsere liebsten handgewebten Teppiche für Barfußläufer und Ästheten.

Ein Teppich ist Fußschmeichler, Schallschutz und dekoratives Wohnaccessoire in einem. Es gibt viele verschiedene Verfahren zur Herstellung eines schönen Teppichs: Knüpfen, Tuften und Weben.

Das von Hand Knüpfen stellt dabei das wohl aufwändigste und kostspieligste Verfahren dar. Denn es wird Knoten für Knoten vorgegangen. Die Fertigungsdauer eines von Hand geknüpften Teppichs, zum Beispiel eines Perserteppichs, kann je nach Faserdicke und Größe bis zu 12 Monate betragen. Wesentlich schneller – innerhalb von wenigen Stunden, um genau zu sein – ist das maschinelle Knüpfen. Jedoch erlaubt dieses Verfahren nur die Verwendung von maximal zehn verschiedenen Farben.
Ebenfalls schneller als das manuelle Knüpfen ist das Handweben von Teppichen. Es handelt sich hierbei um eine sehr alte Methode, bei der sich mit der Zeit regional starke Besonderheiten und Unterschiede entwickelt haben. Typisch für orientalische Wandteppiche (Kelims) sind zum Beispiel kleine Gewebelöcher, die zwischen den Designelementen sichtbar sind.
Beim manuellen Webverfahren werden die Fäden von Hand in den Webstuhl eingeführt. Kettfaden und Schussfaden werden gekreuzt, sodass ein Gewebe entsteht. Der Vorteil des Handwebens ist, dass Ober- und Unterseite des Teppichs identisch sind und er somit beidseitig verwendet werden kann. Im Gegensatz zum maschinellen Weben ermöglicht das Handweben eine größere Vielfalt an Farben und Mustern.
Zu guter Letzt gibt es noch getuftete Teppiche. Tuften kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie steppen und stopfen. Mit einer sogenannten Tuftingpistole wird das Garn rückseitig in ein Trägergewebe eingeschossen. Auf diese Weise lassen sich viele verschiedene Formen und Motive tuften. Anschließend wird die Rückseite des Teppichs verleimt, damit sich die Fäden nicht wieder lösen. Das Tuften oder auch Tufting ist ein kostengünstiges Verfahren zur Herstellung von Teppichen und wird weltweit am häufigsten angewendet.